Geschichte des weltweiten Frauenkampftags (oder: Internationalen Frauentags) für Kinder erzählt

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Vor über 100 Jahren (im Jahr 1911) wurde in mehreren Ländern der erste Frauentag gefeiert. Die Idee kam von Clara Zetkin in Deutschland, einer Frau, die für Gerechtigkeit für alle Menschen kämpfte. Clara Zetkin wusste: Die meisten Menschen auf der Welt werden ausgebeutet und bekommen wenig Geld für viel harte Arbeit. Nur ihre Chefs werden dabei reich. Aber die allermeisten Frauen bekommen noch weniger oder gar kein Geld für ihre Arbeit, zB. auch für die viele Arbeit zuhause. Frauen durften auch nicht wählen. Also sollten Frauen sich zusammenschließen und dagegen was tun. Der erste Frauentag war nicht nur eine Feier, sondern auch eine Demonstration für die Rechte der Frauen. Auch in Österreich-Ungarn (das war damals ein Land) wurde dieser Tag gefeiert. In den nächsten Jahren war jedes Jahr am 8.März „Weltfrauentag“ und Frauen kämpften für ihre Rechte und gegen den damaligen Krieg. Ein paar Jahre später hatten die Frauen in Österreich das Wahlrecht erkämpft. Aber an vielem hat sich trotzdem nichts geändert.

Links: Clara Zetkin (links) mit ihrer Freundin Rosa Luxemburg, rechts: Frauentagsdemonstration in Wien 1911

Auch heute noch wird der 8.März auf der ganzen Welt gefeiert und es wird auch demonstriert. Und auch heute noch kämpfen Frauen auf der ganzen Welt für Gerechtigkeit. Auch heute ist es in Österreich noch so, dass Frauen oft für ihre Arbeit weniger oder gar nicht bezahlt werden. Wenn sie „in die Arbeit“ gehen, verdienen Frauen in Österreich weniger als Männer (ca. 20%). Und die Arbeit zuhause, zB. kochen, putzen oder auf Kinder schauen, wird gar nicht bezahlt und bleibt nur an den Frauen hängen, obwohl es genauso anstrengend ist wie „in die Arbeit gehen“. Das ist ungerecht. Deswegen feiern wir den 8.März heute immer noch auf der ganzen Welt. Wie Clara Zetkin vor 100 Jahren.

Manche Frauen machen am 8.März einen Streik. Sie hören auf zu arbeiten, um zu zeigen, dass ohne ihre Arbeit nichts mehr funktioniert. Viele Frauen gehen am 8. März auf eine Demonstration. Damit die Welt sieht, wie ungerecht sie immer noch ist. Weil ohne die vielen Frauen wie Clara Zetkin, die für Gerechtigkeit gekämpft haben, alles immer noch so wäre wie vor 100 Jahren.

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