Ganztägige Schulen noch lange nicht Corona-Fit

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Betriebsrat der FreizeitpädagogInnen sieht dringenden Handlungsbedarf an ganztägigen Volksschulen

Presseaussendung des BiM-Betriebsrats vom 7.12.2020

Mit dem heutigen Start des Regelbetriebs an den Volksschulen in Wien sieht der Betriebsrat der FreizeitpädagogInnen dringenden Handlungsbedarf. Es gehe darum, notwendige Maßnahmen zum Gesundheitsschutz aller Beteiligten zu ergreifen, eine bessere Betreuung der Kinder zu gewährleisten sowie die unter hoher Anspannung arbeitenden PädagogInnen zu entlasten.

„Unsere KollegInnen arbeiten seit Beginn des Schuljahres unter nochmals verschärften Bedingungen. Real wurde jedoch trotz der immer kritischer werdenden Pandemiesituation am normalen Schulbetrieb nichts geändert, außer Desinfektionsmittel, Masken und Verboten haben wir nichts bekommen: zusätzliche Ressourcen Fehlanzeige! Leider wurden viele notwendige und mögliche Maßnahmen seitens der Politik bis dato verschlafen oder seit Monaten ignoriert“, umreißt Selma Schacht, Betriebsratsvorsitzende von Bildung im Mittelpunkt GmbH (BiM), die aktuelle Situation an ganztägig geführten Volksschulen.

Bei der BiM arbeiten knapp 1.800 FreizeitpädagogInnen an 125 Volksschulen, sie betreuen im Auftrag der Stadt, die Eigentümerin der GmbH ist, 25.000 Kinder in allen Bezirken. Als Interessensvertretung der FreizeitpädagogInnen wendet sich der Betriebsrat nun mit einem umfassenden Forderungspapier an die Öffentlichkeit. Wichtige Punkte daraus sind die Forderung nach mehr Personal, kleineren Gruppen und mehr corona- wie auch freizeitadäquaten Räumlichkeiten, um das Infektionsrisiko zu verringern. Denn trotz Pandemie ist es wichtig, adäquate und pädagogisch sinnvolle Freizeit als wichtiger Bestandteil schulischer Bildungsarbeit anzubieten. Die Kinder brauchen Bewegung, kreatives Tun, gemeinsames Spielen und soziales Lernen – unter den jetzigen Rahmenbedingungen meist eine Unmöglichkeit.

„Unsere KollegInnen sind mit viel Herz bei der Sache und leisten Großes in der Freizeitpädagogik. Es ist unumgänglich, dass die Dringlichkeit endlich als solche wahrgenommen und entsprechend darauf reagiert wird“, bringt Betriebsratsvorsitzende Schacht die Situation abschließend auf den Punkt.

RÜCKFRAGEHINWEISE

Aktualisiertes Forderungspapier

0664 14 14 086 (Selma Schacht, Betriebsratsvorsitzende Bildung im Mittelpunkt GmbH)

betriebsrat@bildung-wien.at

www.betriebsrat-bim.at

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